Der von seinem schweren Trainingssturz angeschlagene Randy de Puinet (F/Honda) kommt in der neunten Runde ausgangs Omega zu Fall. Alvaro Bautista (E/Suzuki) und Aleix Espagaro (E/Ducati) können der brennenden Honda des Franzosen nicht ausweichen und stürzen ebenfalls. Die Rennleitung entscheidet sich zum sofortigen Abbruch. De Puniet zieht sich Schien-und Wadenbeinbrüche zu. Bautista und Espagaro sind schnell wieder auf den Beinen. Trotzdem fehlen sie zum zweiten Durchgang, da sie es nicht schaffen, innerhalb der vom Reglement festgelegten fünf Minuten nach dem Schwenken der roten Flaggen ihre Motorräder an die Box zurückzubringen.
Zum Neustart über 21 Runden stehen damit nur noch 13 Piloten am Grid. Dies reduziert sich bereits nach wenigen Metern auf 12 Fahrer, als Mika Kallio (FIN/Ducati) in der ersten Kurve wegrutscht. Lorenzo und Pedrosa geben das Tempo vor. Stoner, Dovizioso und Rossi lauern dahinter auf ihre Chance. Simoncelli legt sich auf Position 6 mit Hayden an. Rossi kassiert Dovizioso in der sechsten Runde. Vorne liefern sich Lorenzo und Pedrosa ein packendes Duell um den Sieg. Mit der schnellsten Rennrunde übernimmt Pedrosa das Kommando. Stoner folgt mit einer knappen Sekunde Rückstand und bekommt im letzten Renndrittel Gesellschaft von Rossi.
Im Finale vergrössert Pedrosa seinen Vorsprung auf über zwei Sekunden und feiert seinen zweiten Saisonsieg. Lorenzo geht kein unnötiges Risiko ein. Dem 23-jährigen Mallorquiner gelingt mit dem zweiten Rang ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Titelgewinn. Rossi attackiert Stoner im spannenden Kampf um den dritten Platz. Die Plätze tauschen in diesem mitreissenden Zweikampf mehrfach. In der Zielkurve setzt Stoner einen erfolgreichen Konter. Rossi muss sich bei seinem erstaunlichen Comeback mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Dovizioso wird Fünfter und hält sich dabei Simoncelli und Hayden vom Leib.


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