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letztes Update: 17.05.12 15:03

LESERBRIEFE

Liebe Leserinnen und Leser, leider ist es nicht möglich, hier alle Leserbriefe wiederzugeben, wir bitten um ihr Verständnis!

MZ Racing ist keine gute Werbung

(Zu «MZ ist ein Pflegefall» in SPEEDWEEK 20/2012)

Was will eigentlich Martin Wimmer mit MZ Racing bezwecken? Werbung für das Werk macht er damit nicht. Er verheizt im Rennteam Gelder, die in Zschopau in der Firma für die Entwicklung neuer Modelle gebraucht werden. Man kann nicht ohne Geld in einer Weltmeisterschaft um Plätze fahren, und dann wie 2011 den Fahrern die Schuld geben, wenn es nicht läuft. Ralf Waldmann hat das rechtzeitig erkannt und die Konsequenzen gezogen. Ich hoffe nur, dass das Werk nicht erneut Schaden nimmt und wieder die Leute auf der Strasse stehen.
Warum nutzt MZ nicht im September die Enduro-Grossveranstaltung Six Days in der Region um den Sachsenring, um die 125er-Enduro als Serienmaschine zu präsentieren?
Oder auch eine Limited Edition als siebenfacher Trophy-Gewinner der Six Days wäre doch denkbar, damit Geld reinkommt.

Sven Zumpe am 15.05.12

Sport1: Zu wenig live

(Zur MotoGP-Übertragung aus Estoril auf dem TV-Sender Sport1)

Ich habe mich schon oft über die Kommentare von Edgar Mielke auf Sport1 aufgeregt. Aber mit der Zeit habe ich gelernt, damit zu leben. Womit ich nicht leben kann, ist die Berichterstattung.
Bis auf die MotoGP wird kein Rennen live im TV gezeigt. Dafür habe ich kein Verständnis, nachdem Millionen für die Übertragungsrechte bezahlt werden.
Am Samstag beim Estoril-GP war ich entsetzt, als ich mir die Qualifyings ansehen wollte. Nur die Moto3 wurde live übertragen. Also musste ich dann von meinem bequemen Sofa ins Arbeitszimmer wechseln, um mir die Moto2- und MotoGP-Qualis im Internet anzusehen.
Nach meinem Befinden gehört die MotoGP zu Eurosport, da war es wenigstens live! Und nicht nur «exklusiv», wie bei Sport1.

Stanley Schulze am 15.05.12

Tom Busch als Beispiel

(Zur Nachwuchsförderung im deutschen Motorradsport)

Bei aller Euphorie über die Erfolge von Stefan Bradl und Sandro Cortese sollte nicht verkannt werden,
dass dahinter eine Lücke klafft. Aufstrebende Talente werden in Deutschland trotz angeblich boomender Wirtschaft im Regen stehen gelassen, die Motorsportverbände rühren sich nicht.
Ein Beispiel dafür ist Tom Busch. Der Limbach-Oberfrohnaer wurde im Vorjahr Vizemeister im European Junior Cup, der im Rahmen der europäischen Superbike-WMLäufe ausgefahren wurde.
Von der ach so sachkundigen Fachpresse wurde das übrigens kaum wahrgenommen. Der nächste logische Schritt wäre für Tom Busch der Aufstieg in die Superstock-600-EM gewesen. Tom Buschs Familie konnte das mit Eigenmitteln nicht stemmen, Sponsoren und Unterstützer fanden sich nicht.
Gelandet ist Busch nun in der Internationalen Bike-Promotion-Meisterschaft (IBPM), um überhaupt fahren zu können.
Dass er nicht aufgibt, spricht für ihn. Aber er gehört da bestimmt nicht hin.

Stefan Friebel am 15.05.12

Trotzdem siegfähig

(Zum Leserbrief «Kein Anfänger!» in SPEEDWEEK 20/2012)

Die Fans von Marco Simoncelli haben scheinbar eine – verständliche – einseitige Sicht. Er fuhr, wie ihr es in eurer Zuschrift richtig schreibt, «Immer mit all seiner Leidenschaft und ganzem Herzen seine Rennen».
Einige seiner Überholvorgänge waren aber genau aus diesem Grund grenzwertig. Er hätte durch die Rennkommissäre dafür zumindest gemassregelt werden müssen. Simoncelli hätte dann sicherlich seine Risikobereitschaft reduziert, wäre aber trotzdem noch siegfähig gewesen. Ein aktuelles Beispiel
dafür ist Marc Márquez.

Franz Schmid am 15.05.12

Es liegt nicht an Massa

(Zur Diskussion, wie lange Felipe Massa noch bei Ferrari fährt)

Felipe Massa ist vielleicht nicht der beste Fahrer im Feld, aber auf dem Niveau, auf dem Massa fährt, sehe ich das momentane Potenzial des F2012. Was Fernando Alonso mit diesem Auto anstellt, ist einfach nur noch genial. Aber zur Sache: Wen will Ferrari denn als Massa-Nachfolger haben? Adrian Sutil? Sergio Pérez? Man hat ja zu Zeiten, als Alonso noch Renault gefahren ist, gesehen, wie seine Teamkollegen neben ihm «eingegangen» sind. Wenn man in der Haut von Massa steckt und dann von allen Seiten nur Kritik kommt, ist das für die sportliche Leistung auch nicht gerade förderlich.

Michael Giller am 09.05.12

Boxenstopp verbockt

(Zur Boxenarbeit von McLaren und zum TV-Sender Sport1)

In den letzten Formel-1-Rennen ist mir aufgefallen, dass die McLaren-Crew des Öfteren einen Boxenstopp und somit auch das Rennen des Teams verbockt hat. McLaren muss endlich darauf reagieren. Zu einem guten Team gehören nicht nur ein starkes Auto und zwei gute Fahrer, sondern
auch eine verlässliche Boxencrew.

Zur MotoGP: Ich sehe mir jedes Rennen auf Sport1 an. Dabei ist mir aufgefallen, wie Stefan Bradl von den Kommentatoren hochgelobt wird. Die beiden sollten etwas objektiver bleiben. Ein achter und ein siebter Platz sind keine Platzierungen, wegen denen man gleich ausflippen soll.

Stefan Brunner am 09.05.12

Rossi: Titel ohne Wert

(Zu MotoGP-Pilot Valentino Rossi)

Wenn der Audi-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler sagt, dass er Valentino Rossi auf Ducati siegen sehen möchte, frage ich mich, wie viel er dafür zu bezahlen bereit ist. Die Entwicklung bei Ducati scheint völlig zum Stillstand gekommen zu sein, und das Zugpferd Rossi lahmt gewaltig, es wird sogar vom Teamkollegen und von Privatfahrern gebügelt. Bei der Jahresgage von Rossi stehen die Honorare seiner Ducati-Kollegen in keiner Relation zur Leistung. Wenn ich dann lesen muss, dass Rossi seine Motivation zu verlieren scheint und einen Weggang bei Ducati in Erwägung zieht, stehen mir die Haare zu Berge! Wie viel Wert haben dann eigentlich solche Titel wie «The Doctor» oder «Che Spetaccolo»?

Manfred Huber am 09.05.12

Kein Respekt vor Rossi

(Zu den MotoGP-Übertragungen auf dem TV-Sender Sport1)

Der Satz «Ich bin enttäuscht von Rossi» und das ständige Rumgehacke auf ebendiesem – Herrn Mielkes subjektive Meinung interessiert keinen Menschen! Als Sportkommentator hat er unparteiisch zu kommentieren. Die MotoGP-Übertragung sollte ja nicht seine persönliche  Selbstdarstellungsbühne sein, wird aber genau dazu von ihm genützt. Herr Mielke kommentiert leider extrem marktschreierisch, ständig mit übertriebener Tonlage, und würden alle Rossi-Fans aufgrund seines Kommentars  abschalten, hätte das gravierende Folgen für die Zuschauerzahlen bei Sport1! Es gehört viel Respektlosigkeit dazu, über einen neunfachen Weltmeister derart herzuziehen, und ich frage mich, was denn Mielke so wahnsinnig Tolles geleistet hat, um sich das erlauben zu können. Wie wohltuend dagegen die Kompetenz und angenehme Stimme von Alex Hofmann, der genug versteht von dem, wovon er spricht, und einfach eine ansprechende, angenehme Art hat. Schade, dass nicht er
Hauptkommentator ist! Nach Gesprächen mit Freunden und Bekannten kann ich versichern, dass ich nicht die Einzige bin, die auf Mielke mittlerweile schon fast allergisch reagiert. So macht das Zusehen überhaupt keinen Spass mehr, bestenfalls noch ohne Ton.

Doris Brugger am 09.05.12

BMW ist viel stärker als erwartet

(Zur Leistung von BMW in der DTM)

BMW hat ein konkurrenzfähiges Auto gebaut, mit dem sie in der DTM mithalten können. Das einzige  Manko sind im Moment die Boxenstopps, bei denen sie noch weit zurückliegen. Vermutlich wären beim Auftaktrennen vier BMW in die Punkte gefahren, wenn nicht die Mercedes-Fahrer Roberto Merhi (im Duell gegen Martin Tomczyk) und Ralf Schumacher (in Duellen gegen Bruno Spengler und Dirk  Werner) deren Rennen zerstört hätten. Eins steht fest: BMW ist viel stärker als erwartet, mit ihnen ist dieses Jahr zu rechnen.

Manuel Diener am 09.05.12

Kein Anfänger!

(Zum Leserbrief «Kein Freibrief mehr!» in SPEEDWEEK 17/2012)

Herr Schmid, Sie sagen Marco Simoncelli könnte noch leben, wenn er für sein Fahrverhalten verwarnt oder gesperrt worden wäre. Wofür denn? Das erinnert uns an die Pressekonferenz in  Estoril 2011. Marco antwortete auf Lorenzos Klage kurz und knapp «Okay, I will be arrest!» In der Tat hätte vermutlich nur eine langjährige Gefängnisstrafe den tragischen Unfall verhindern können. Und was nennen Sie Attacken? Etwa Zweikämpfe um den Sieg oder ein bestmögliches Ergebnis? Kein Pilot nimmt all diesen Stress auf sich, um ein paar Runden zu cruisen! Motorsport ist und bleibt gefährlich. Und wie kommen Sie darauf, Marco Simoncelli als einen jungen Draufgänger zu bezeichnen? Er fuhr seit 2003 in der Motorrad-WM und ist 250-ccm-Weltmeister des Jahres 2008. Er war eines der  grössten Talente der MotoGP. Selbst Grössen wie Kevin Schwantz haben das unterstrichen (Interview mit ihm in der SPEEDWEEK November 2011). Marco war ein begnadeter Rennfahrer, ein grosses  Talent mit aussergewöhnlichem Charme. Er liebte und lebte seine Leidenschaft und starb bei dem,  was er am liebsten machte! Er hat eine riesengrosse Lücke hinterlassen. Seit fast einem halben Jahr vermissen wir «unseren» Jungen mit dem grossen Herzen und dem grossen Haar und dem  strahlendsten Lächeln der MotoGP.

Manuela Hippel, Nicole Zahn Friends and Fans Super Sic 58 am 02.05.12


Der Inhalt entspricht der persönlichen Meinung der Schreiber und muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.
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